Die Denke der Steinzeit Chefs

Frauen und Männer stehen gleichermaßen durch die fortschreitende Ära der Industrie 4.0 vor einer sich zwar schleichenden, aber nicht weniger radikalen Änderungen in der Arbeitswelt. Das ist Fluch und Segen zu gleich. Denn noch nie war der Wettbewerb der Geschlechter um Positionen so ausgewogen wie in Zeiten der Digitalisierung. Doch nur wer sich anpasst, kompetent und vor allem mobil ist, wird die Chancen ummünzen können.

Frei von Klischeedenken – just like a hippie

Innovationen bedeuten Erneuerung, aber nicht um der Erneuerung willen. Darum müssen auch wir uns ständig erneuern und alles in Frage stellen. Mein Vorbild sind die Hippies. Diese gegenkulturelle Bewegung, die jeden Sinn des Wohlstandes auf den Prüfstand stellte, fordert uns auch heute noch aufgrund ihrer damaligen Denkweise auf, uns von Klischees zu befreien und die Erneuerung also die Innovation anzustreben.

Loslassen

Vorgesetzte tun sich schwer, Aufgaben abzugeben. Das trifft noch mehr auf Unternehmensgründer, als auf angestellte Führungskräfte zu. Das liegt an der Urangst des Menschen, überflüssig zu sein. Doch das ist nicht so. Ganz im Gegenteil, wie ich mich selbst überzeugen konnte. Darum hier eine Beschreibung meines Selbstversuchs.

Die Klischee-Kiste

Frauen sind empathisch, Männer faktenorientiert, heißt es. Doch spätestens seit dem Versuch zur Einschätzung von „Linda“ aufgrund von vorgegebenen Beschreibungen von Garderobe oder Bildungsweg, konnten Nobelpreisträger Daniel Kahneman und Amos Tversky nachweisen, dass die Menschen sich lieber für die Wahrscheinlichkeit, als für das Vertraute entscheiden. Im Großversuch entschieden sich die Teilnehmer immer für das, was Klischee war – nicht für die Realität.

Change im Kopf

Veränderungen sind immer schwierig und Gewohnheiten sind zäh. Darum ist beim Change Management in erster Linie Kommunikationskompetenz und Diplomatie gefragt. Und wer könnte das besser als die Assistenz?

Vorstandsfrauen sind immer noch rar

Es geht ja nichts über Statistik. Ist sie repräsentativ, zeigt sie die Wahrheit und nicht die Wahrnehmung. So auch beim Thema Frauen im Vorstand.

#metoo

Ich empfinde Dankbarkeit für Frauen, die den Mut haben Ungerechtigkeiten auszusprechen oder ihre Meinung klar und deutlich zu äußern. Das macht den Geschlechtsgenossinnen Mut gleiches zu tun. Doch das hat Folgen, die nicht immer nur positiv sind. Bei Männern findet man das nämlich männlich, bei Frauen zickig.

Machen Sie mal.

Jeder redet von „Change Management“, neuen Unternehmenskulturen und der Transformation in die digitale Welt. Doch findet das wirklich statt? Ich hege da meine Zweifel. Denn das heißt nicht nur alles neu denken, sondern auch ein neues Verständnis für Führung und Fehler. Und davon sind wir – zumindest hierzulande – noch weit entfernt.

Never change a winning team

Das Zusammenspiel zwischen Assistenzen und Vorgesetzten ist ein ganz spezielles und im besten Fall ein effizientes und effektives. Stimmt also die „Chemie“ (natürlich nur im Sinne des professionellen Verhältnisses) sollten sich Chefs und Mitarbeiter auch bei beruflichen Wechseln niemals trennen. Denn ein Team funktioniert als Einheit.

Kampf um Köpfe

Weiterbildung ist und bleibt ein Chefthema. Das bestätigte auch eine Umfrage des ifo-Instituts im Auftrag von Randstad. Wer das Mitarbeitern nicht bietet, muss sich nicht wundern, wenn diese abwandern oder erst gar nicht anheuern.