Digitalisierung demaskiert Mittelmäßigkeit

Die wahre Revolution durch die Digitalisierung findet nicht bei den Produkten, sondern in den Unternehmen statt. Selbstregulierende und selbstlernende Systeme definieren den Produktionsfaktor Arbeit neu – mit unklarem Ausgang.

Die Frage, ob es Segen oder Fluch ist, können bislang auch nicht die vielen Studien beantworten. Doch was sich mehr und mehr herauskristallisiert sind folgende Konsequenzen:

  1. Die gering Qualifizierten, besagt die OECD-Studie „Beschäftigungsausblick 2019“, haben in einer digitalisierten Arbeitswelt schlechte Karten. Die Gesellschaft wird sich überlegen müssen, wie sie damit umgeht.
  2. Routinearbeiten werden künftig durch intelligente Systeme ersetzt. Ticket buchen ist nicht mehr Aufgabe des Vorzimmers und noch weniger des Chefs, sondern von gut funktionierender Software.
  3. Die Führung eines Unternehmens muss sich darauf einstellen, dass der Mitarbeiter, der mit und in einer digitalen Welt arbeitet, wertvoller wird. Im Fokus stehen  anspruchsvolle Aufgaben und nicht mehr tägliches ToDo. Menschliche Ressourcen werden die teuren sein, das muss verdient werden, entweder durch Effizienz oder Innovationen.
  4. Um die Künstliche Intelligenz optimal einzusetzen, wird lebenslanges Lernen zur Daueraufgabe sowohl vom Management als auch von Mitarbeitern. Aber und vor allem im Hinblick auf das Geschäftsmodell. Also ein permanenter Prüfstand.
  5. Alte Hierarchien und Reviere werden aufgelöst (vor allem im Hinblick auf Frauen, denn Digitalisierung ist geschlechtsneutral).
  6. Alles Handeln sollte unter dem Motto stehen: Das Normale wird nicht mehr wahrgenommen, nur wer das Besondere liefert (also neue Ideen, neue Services und neue Dienstleistungen) wird vorne sein. Einzigartigkeit und Individualität werden die neuen Point of Sales.

Was bedeutet das für den Arbeitsalltag? Man muss die Arbeit ganz neu zu denken. Beschäftigte können es sich nicht länger leisten, Ausbildung nur als eine Phase vor dem Eintritt in die Arbeitswelt zu betrachten. Diese Phase hört nie auf. Es ist also notwendig, ständig seine Kompetenzen zu erweitern- und das neben dem normalen Geschäftsbetrieb.

Menschen werden zu Scouts für die Zukunft des Unternehmens

Ein weiterer Fokus wird die menschliche Kompetenz sein, die nicht von Robotern oder KI ersetzt werden können, damit meine ich kreativ sein, motivieren und inspirieren können. Denn das wird das größte Asset eines Unternehmens sein: neue Ideen, ständige Bereitschaft zum Wandel und eine permanente Erneuerung. Was bedeutet das? Wir haben nicht nur mehr das eine Produkt, dass unsere dauerhafte finanzielle Erfolgsbasis ist. Die Mitarbeiter müssen zu Scouts bzw. Trüffelschweinen werden, um das zu suchen, was das Unternehmen weiterbringt.

Aufräumen, abstauben und entmüllen, um wieder Raum für Ideen zu haben

Das wird uns zugleich zwingen neue Wege zu gehen. Das ist der Kern unseres Unternehmens, der PLU. Wir gehen in die „Vorzimmer“ und sorgen dafür, dass Zeitfresser eliminiert, Aufgaben besser verteilt werden und der Manager sich auf das konzentrieren kann, was sein Team weiterbringt. Dadurch garantieren wir der Führungskraft einen Zeitgewinn von 20 Prozent. Das haben wir bislang immer noch erfüllt, dank hoch qualifizierten, bestens ausgebildeten und stark flexiblen Assistenzen.

Dank diesem Team (denn das ist unsere beste Werbung) sind wir seit Jahren auf Wachstumskurs. Die Auswahl der Mitarbeiter ist darum die erste Stufe zum Erfolg. Da darf man sich nicht nur auf die Bewerbung verlassen, da braucht es Instinkt, den Richtigen zu finden.

Doch wie geht das. Haben wir einen Zauberstab? Nein. Erstes Gebot ist, wenn wir das Vorzimmer eines Vorstands übernehmen, „aufräumen, abstauben und entmüllen“ – vor allem im Kopf der Manager.

Wie das aussieht erkläre ich an einem Beispiel, zugegeben ein krasses. Eine meiner hochbezahlten Damen wurde engagiert. Was passierte. Der Chef sendete Screenshots von Flügen, die er gerne nehmen wollte, um von A nach B zu kommen. Ja hat der nichts Besseres zu tun? Ja, das hätte er. Aber vielleicht ist solches Agieren auch das Verstecken vor der eigenen Unfähigkeit?

Statt als hochbezahlte Führungskraft das Geld des Unternehmens mit solchen Tätigkeiten zu verschleudern, sollte er sich Gedanken darum machen, mit welchen Ideen und Innovationen das Unternehmen langfristig Erfolg hat.

Tagtäglich erleben wir das Verschwenden von Ressourcen durch klein, klein. Sie können das jeden Tag auf Reisen beobachten. Und wenn Sie sich auf Flughäfen oder in Zügen umschauen, erkennen Sie sofort die Spezies. Ständig in Eile seiende Manager im öffentlichen Raum, in Flughäfen können wir daran teilhaben. Das sind die gut gekleideten und gut genährten meist männliche Fluggäste, die ständig am Handy sind, ihrer Mitarbeiterin erklären, wo sie gerade sind und die Dame bitten, ihnen eine Datei zu senden. Haben die vergessen, dass ihnen die Assistenz diese Reisen bucht und das man heute selbst in Clouds überall alles abrufen kann?

Sie ahnen schon, dieser Manager wird „Opfer“ einer intelligenten digitalen Welt. Insofern stellt die für die Spezies der Mittelmäßigen eine echte Gefahr dar. Wie gesagt, die OECD hat das erkannt und die Minderqualifizierten als Risikogruppe qualifiziert.

Neue Ideen und Formate werden der unique Point of Sale

Die Botschaft des digitalen Zeitalters ist also: Kümmere dich nicht um die Routine, kreiere Ideen und Innovationen, definiere lieber Ziele und überlege, wie Du mit deinem Team diese erreichen kannst. Wir bei PLU denken daran von morgens bis abends, wir probieren uns ständig aus. Und eine dieser Ideen ist, warum nicht mal unsere Botschaft in ein spaßiges Format kleiden. Schauen Sie sich das Ergebnis an.

 

 

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