Change im Kopf

Veränderungen sind immer schwierig und Gewohnheiten sind zäh. Darum ist beim Change Management in erster Linie Kommunikationskompetenz und Diplomatie gefragt. Und wer könnte das besser als die Assistenz?

Alle reden von Change Management. Das ist nützlich und nötig, denn die Arbeitswelt erlebt jetzt und auch in naher Zukunft durch die zunehmende Digitalisierung einen revolutionären Wandel. Wer hier nicht mitzieht, ist schnell raus aus dem Rennen. Doch neuer Wein in alten Schläuchen hat bekanntermaßen seine Tücken. Oder anders ausgedrückt: Wie schafft man es, alle dazu zu bringen auf bisherige vermeintliche Privilegien (wie Hierarchie) zu verzichten? Doch die größten Herausforderungen eines Wechsels sind, dass es a) selten Übereinstimmung gibt, wie und in welchem Maße ein Prozess oder eine Organisation erneuert werden muss und b) wer das durchsetzt. 

1. Gebot: Eigeninteressen müssen neutralisiert werden

Jeder, der am Prozess beteiligt und betroffen ist, konzentriert sich auf seine vermeintlich unumstößlichen Erfahrung und bislang geltenden Erfolgsfaktoren. Zudem kann sich Change Management auf Teile des Ganzen oder sogar auf das Ganze beziehen. Doch gleichgültig, ob nur einzelne Aufgaben oder Abteilungen oder das gesamte Unternehmen eine Transformation erlebt, ein Neuanfang ist nur dann wirksam, wenn jeder Beteiligte mitgeht. Dazu gehört auch eine neutrale und trotzdem bestmögliche Person auszuwählen, die die Einhaltung der gesetzten Ziele koordiniert.

2. Gebot: die Mitarbeiter mitnehmen

Um das zu schaffen, gibt es nur ein Rezept, das aus meiner Sicht wirkt: kommunizieren, kommunizieren, kommunizieren. Und wer bitte kann das besser, als die oder derjenige, die auch schon bislang als Relais zwischen Führung und Mitarbeitern agiert? Das ist in den meisten Fällen die Management-Assistenz. Neben der Führungsetage ist das der persönlich betroffene und möglicherweise verunsicherte Mitarbeiter. Die Assistenz kennt in der Regel all diese Menschen im Unternehmen, weiß meist wie sie ticken und kann sie darum optimal auf die sicheren Turbulenzen, die mit einer Veränderung der bisherigen Abläufe und Hierarchien einhergehen, gut vorbereiten. 

Dazu benötigt man nämlich unbedingt Empathie, um Einstellungen oder Beziehungen zu ändern und tief in der bisherigen Struktur verwurzelten Mitarbeiter zu Neuem zu bewegen. Natürlich kann eine Assistenz das nicht allein stemmen. Dazu benötigt es ein Team von Mitarbeitern, die motiviert sind und von der Führung unterstützt werden, doch sie ist gewohnt zu organisieren und zu koordinieren.

3. Gebot: Veränderungen bedürfen empathischer Fähigkeiten

Wie sehr sich hier jedoch die Assistenz als passende Koordinatoren anbietet, können Unternehmen gerne in einem überschaubaren Projekt testen. Machen Sie hier nämlich einen Fehlgriff und stellen ein unerfahrenes, nicht zusammenpassendes und unempathisches Team zusammen, ist der Misserfolg programmiert. Doch wer die besten für die Aufgabe sind, erfährt die Führung im Vorzimmer. Begreift das die Führung eines Unternehmens, ist der erste erfolgreiche Schritt für den Neustart schon getan.

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