London Special: Grenzenloses Geschäft!?

Eine Expansion ist kein Selbstläufer. Was im Heimatmarkt gut funktioniert, muss nicht automatisch im Ausland genauso erfolgreich sein. Wie denn auch, wenn Sie und ihre Idee keiner kennt. Man muss im wahrsten Sinne erst Grenzen überschreiten, aus der Komfortzone des bekannten Kundenverhaltens gehen und interkulturell agieren. Das aber geht nicht vom eigenen Bürostuhl aus, sondern durch die richtigen Netzwerke und Vor-Ort-Präsenz.

Für eine internationale Expansion gibt es kein einheitliches Schema oder einen Leitfaden, der immer stimmt. Ich habe einen Selbstversuch unternommen und mich vorab gefragt: In welchem Land hast Du schon Kontakte? Wie kannst Du die  nutzen und welche deiner hiesigen Verbindungen könnten die Brücke in genau den Markt schlagen.

London! Ich komme!

Bei mir war es London. Dort hatte ich Freunde, die ich schon lange Mal wiedersehen wollte. Also warum nicht das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden? Im Vorfeld habe ich einen beruflichen Aufhänger gesucht, sozusagen eine Absprungbasis. Ich habe mich für den Besuch eines Unternehmerinnen Kongress entschieden und außerdem noch interessante Termine mit Managerinnen von internationalen Firmen ausgemacht. Ich habe großartige Persönlichkeiten kennen gelernt, so dass ich gerne meine Highlights vorstellen möchte:

Im Rahmen der Wildfire Women Conference, die von Thea Anderson, Life&Business Coach speziell für Business Frauen ins Leben gerufen wurde, sprachen Unternehmerinnen aus unterschiedlichen Branchen über ihr Business und ihre Key Learnings, um erfolgreich am Markt zu agieren. Insbesondere die Talks von Annik Petrou – Gründerin und Chefin der erfolgreichn Agentur Speakerexpress und Suzy Walker, Chief Editor des Magazins „Psychologies haben mich sehr beeindruckt. Alle drei Ladies – Thea Anderson, Annik Petrou und Suzy Walker, haben trotz teilweise schwieriger Rahmenbedingungen, Hürden und Rückschlägen ihren Weg gemacht – von „Zero to Hero“ und ihr Business erfolgreich aufgebaut.

Rachel Joy – Head of Membership bei Financial Times – hat mir einen interessanten Einblick in das Financial Times Women´s Forum gegeben. Hier finden regelmäßig große, international Konferenzen statt, wo Themen von heute und morgen beleuchtet werden, mit spannenden Gästen und natürlich Experten auf der Bühne! Vielleicht bin ich ja nächstes Jahr ein davon! You never know!

WEConnect International in Europa ist die führende globale Diversity-Initiative für Lieferanten, die die Verbindung von Frauenunternehmen und multinationalen Konzernen anführt. Hier hatte ich die große Freude Maggie Berry, Executive Director für Europa zu treffen. Mein Unternehmen ist selbstverständlich als 100 Prozent weiblich geführtes Unternehmen bereits Mitglied und auch auf Konferenzen mit dabei.

Auch meine Kundentermine mit den HR-Verantwortlichen Jessica Berg von Carlyle und Alix Sheperd von Alix Partners, waren sehr spannend. Fazit, auch in London ist es schwierig gutes Personal zu finden, Nachwuchskräfte sind rar – Wenn sich diese Voraussetzung von diesem Ort mal nicht für mein Business eignet? Unsere PLU Talente – We got them to rent! We got them to hire! All over the world!

Und last but not least mein Dinner mit Chryssie Tolidou, die mich vor Jahren mal für eine Talkshow gestylt hat und heute mit ihrem Makeup & Life Coaching Business gemeinsam mit ihrer Schwester Vicky in London agiert. So haben die zwei mich doch glatt für ihr großes Event den „Suxxess Factory Congress“ in London, wo ca. 500 Gäste am 12. Januar kommenden Jahres erwartet werden, als Key Note Speakerin engagiert. Ist das nicht großartig? Kommen Sie gerne vorbei – es wird ein mega Tag!

Also, volles Programm für die paar Tage. Jede Stunde und Minute habe ich genutzt. Vorträge gelauscht, mit Besuchern Kontakt aufgenommen, mein Geschäftsmodell auf einen Kaffee vorgestellt und laut über künftige Anknüpfungspunkte nachgedacht. Die haben sich gefreut, dass sich jemand aus einem anderen Land auf die Insel wagt und hatten schon deshalb ein offenes Ohr. Dasselbe Spiel ging anschließend bei einem Drink mit den von Freunden vermittelten Kontakten weiter, abends besuchte ich dann die gesellschaftlichen Hotspots – in meinem Fall die angesagtesten Salsa Parties. Selbst da ergab sich immer eine Möglichkeit über das Hobby hinaus Netzwerke zu knüpfen.

Doch auch, wenn es sich um einen Erstkontakt handelt, muss man gut vorbereitet sein. Neben den grundsätzlichen Voraussetzungen, die das Unternehmen oder die Geschäftsidee erfüllen muss, also alles auf Englisch und einen guten Plan zu haben, Referenzen vorzuweisen, sollte man auskunftsfähig sein, wie eine Firma, die ihr zentrales Headquarter in München hat, eine Ausweitung nach London gestalten wird.

Und das Beste dabei, der Spaß kommt nicht zu kurz. Und wer Spaß hat, macht den Rest schon automatisch gut. Also, an welchem Ort haben Sie Freunde? 🙂

 

Christine-Walker-London friends

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