Mehr Mut, meine Damen!

Frauen habt Mut. Wir trauen uns viel zu wenig zu – darunter auch offensichtlich eigene Unternehmen zu gründen. Also, rein in die Sommerpause, tief Luft holen und dann Pläne nicht nur schmieden, sondern auch umsetzen. Du kannst das!

Die nachfolgende Statistik gefällt mir absolut nicht. Von den 134 Risikokapital-Gesellschaften in den Vereinigten Staaten, die mit einer Summe von einer Milliarde Dollar oder mehr, bewertet werden, sind nur 16 von Frauen bei den Gründern dabei. Diese „Unicorns“ sind vielbeachtet, weil einzigartig und erfolgreich. Aber offenbar sind Frauen nicht bereit in solchen Dimensionen ins Risiko zu gehen und überlassen hier den männlichen Geschlechtsgenossen das Feld. Diese statistische Tatsache gilt nicht nur für die USA, sondern weltweit. Und da wird es richtig zappenduster. Nur 23 Unternehmerinnen listet das Ranking bei den mit 239 Milliarden Dollar geschätzten Start-ups auf der ganzen Welt.

Raus aus der Komfortzone!

Das muss unbedingt anders werden. Wir Frauen brauchen offensichtlich einen geistigen Tritt in den Hintern oder aber ein neues Frauenbild – vor allem von uns selbst. Wir haben doch Vorbilder, die zeigen, was möglich ist. Was soll die Ängstlichkeit? Schwestern, wir haben doch nichts zu verlieren. Frag Dich doch mal, ob man nicht den Tag mit Leben füllen soll, statt das Leben mit Tagen. Diese Weisheit stammt übrigens von einer bewundernswerten und im wahrsten Sinn des Wortes vorbildlichen Frau. Cicely Saunders. Sie musste es wissen, die Begründerin der modernen Hospizbewegung und Palliativmedizin.

Sei mal für keinen anderen außer für Dich selbst da!

Ich weiß, ich fordere ganz schön viel von Dir. Woher noch die Energie für Risiko oder die mögliche Selbstständigkeit hernehmen?  Dabei hat man doch Tag für Tag genug um die Ohren. Da bleibt doch kaum noch Raum zum Träumen oder um Pläne zu durchdenken. Aber genau das ist das Problem. Wieso ist das eigentlich so? Haben wir uns zu viel zugemutet oder sind wir immer nur Ja-Sager, wenn es darum geht, sich um alles mögliche zu kümmern.

Nein, was uns fehlt, ist mal inne zu halten und uns mal zurückzuziehen, um folgende Punkte zu überlegen: Was will ich eigentlich am Ende erreicht haben und was kann ich aus eigener Kraft dazu beitragen? Ich mache das regelmäßig. An kinderfreien Wochenende oder im Urlaub, mit oder ohne Kinder. Auf jeden Fall ohne tägliche Pflichten. Diese freie Zeit nutze ich, als Phase, in der ich einfach einmal nur für mich und nicht für andere zu sprechen bin.

Ziehe Bilanz

Was dabei herausgekommen ist? Ich habe ein effizientes Unternehmen gegründet und weiterentwickelt. Ich erhalte täglich die Bestätigung, das man Ziele in Kombination mit Fähigkeiten gewinnbringend einsetzen kann. All das ist jeden Tag eine neue Motivation für mich, immer wieder innezuhalten und mir für die Klärung meiner Bedürfnisse einmal richtig Zeit zu nehmen. Bei mir war das die Initialzündung. Und ich bin sicher, dass es vielen von Euch genauso geht. Nun steht die Ferienzeit an. Lass einfach mal die Seele baumeln! Einfach mal chillen und nichts tun!

Ist doch eine tolle Gelegenheit – oder?

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